Mai 2026
Wiedersehen mit Istrien – Bi Village Fazana & Medulin
Selbe Route, selbes Prinzip, neuer Campingplatz. Manchmal muss man ein Reiseziel einfach wiederholen – und diesmal noch bewusster nichts tun.
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Manche Routen muss man einfach wiederholen

Es gibt Reiseziele, bei denen man hinterher denkt: War gut, nächstes Jahr woanders. Und dann gibt es Istrien im Mai. Ich hab letztes Jahr schon gewusst, dass ich wiederkomme – und hab es dieses Jahr einfach genauso gemacht. Selbe Route, selbes Prinzip: losfahren, bevor die Pfingstferien beginnen.

Spoiler: Es war genauso gut. Vielleicht sogar eine Spur entspannter, weil man die Abläufe kennt und keinen Kopf mehr für Logistik braucht.

Die Anfahrt – schon fast Routine

Sonthofen, früh morgens. Diesmal noch eine Stunde früher losgefahren als letztes Jahr. Über den Brenner, runter nach Norditalien, an Verona vorbei, dann entlang der Küste über Triest ins kroatische Istrien. Die Strecke kennt man inzwischen auswendig – welche Raststätte taugt, wo man am besten tankt.

In Italien kurz eine Pause an einer Autogrill-Raststätte – Beine vertreten, was essen, weiter. Das gehört inzwischen fest zum Ritual. War kurz nach Mittag in Fazana.

Erste Station: Bi Village, Fazana

Letztes Jahr war ich im Pineta Camp – dieses Jahr hab ich den Bi Village ausprobiert, ebenfalls in Fazana. Der Platz ist größer, moderner und hat einen eigenen Strandbereich mit Felsen und Liegeflächen direkt am Meer. Sanitäranlagen tadellos, Rezeption spricht Deutsch.

Vom Feeling her etwas lebhafter als der Pineta – abends ist mehr los, es gibt eine Bar direkt auf dem Platz. Ich hab einen ruhigeren Stellplatz etwas abseits gewählt und hatte trotzdem meine Ruhe. Dachzelt in zehn Minuten aufgebaut, Blick aufs Wasser – passt.

Zweite Station: Medulin

Auch hier: Man weiß was einen erwartet, und das ist gut so. Direkt eingelebt, am ersten Abend schon beim Lieblingsrestaurant vom letzten Jahr. Kein großes Programm, keine Pflichtbesichtigungen – einfach die Bucht, das Wasser, die Ruhe. Das Schnorcheln war diesmal noch besser als in Erinnerung, klareres Wasser, weniger Wind.

Manchmal ist das die beste Art zu reisen: ankommen, abschalten, da sein.

Was sich bewährt hat

  • Beide Stopps kombinieren – Fazana und Medulin ergänzen sich perfekt.
  • Route über Italien: angenehm zu fahren, landschaftlich schön.
  • Immer vor den Ferien fahren. Immer.

Nächstes Mal: Vielleicht eine Nacht am Gardasee auf dem Hinweg einplanen – der liegt direkt an der Route.


Fazana und Medulin sind für mich inzwischen eine Art verlässlicher Frühjahrsreset geworden. Man fährt hin, weiß dass es gut wird – und kommt entspannter zurück als man hingefahren ist. Was will man mehr.

Mai 2025
Istrien vor dem großen Ansturm – Fazana & Medulin mit dem Dachzelt
Pineta Camp, Pinienschatten, fast leere Buchten – und das alles bevor die Pfingstferien beginnen. Istrien im Mai ist ein anderes Istrien.
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Der Plan: Weg, bevor alle anderen kommen

Wer schon mal in der Hochsaison in Istrien war, weiß: Es ist schön – aber voll. Die Stellplätze sind dicht an dicht, die Straßen verstopft, und an den beliebtesten Stränden findet man kaum noch eine ruhige Ecke. Deswegen bin ich dieses Jahr bewusst vor den Pfingstferien losgefahren. Die Schule hat noch, die meisten Familien haben noch nicht – und ich sitze schon mit einem kühlen Getränk zwischen den Pinien.

Die Anfahrt: Sonthofen → Brenner → Norditalien → Istrien

Los geht's in Sonthofen im Allgäu. Früh morgens raus, die B19 runter, dann auf die Autobahn Richtung Innsbruck und über den Brenner nach Italien. Der Brennerpass ist im Mai problemlos befahrbar – kein Wintereinbruch mehr, kaum Stau, und die Aussicht auf die Stubaier Alpen beim Runterfahren ist jeden Kilometer wert.

In Norditalien geht es weiter Richtung Verona, dann ostwärts über Padova und Venedig, bevor die Route an der Küste entlangführt nach Triest und dann über die Grenze ins kroatische Istrien. Ich hab unterwegs in der Nähe von Verona kurz Pause gemacht – Beine vertreten, was trinken, weiter.

Von Sonthofen bis Fazana sind es rund 750 Kilometer. Wer früh startet, ist am frühen bis mittleren Nachmittag da, noch mit genug Tageslicht zum Einrichten.

Mauthinweis: Österreich braucht eine Vignette, in Italien wird nach gefahrener Strecke abgerechnet – Kreditkarte bereithalten. Kroatische Autobahn wird ebenfalls berechnet.

Erste Station: Pineta Camp, Fazana

Der Camping Pineta liegt direkt an der Küste, keine 200 Meter vom Wasser entfernt – und hat seinen Namen zu Recht: Überall stehen alte Pinien, die angenehmen Schatten spenden. Gerade mit Dachzelt ist das Gold wert, weil man morgens nicht direkt in der prallen Sonne aufwacht.

Der Platz ist gepflegt, die Sanitäranlagen sauber, die Rezeption spricht problemlos Deutsch. Dachzelt aufgeklappt, kurz gelüftet, zehn Minuten später war alles fertig.

Das Wasser im Mai ist noch nicht badewarm, aber absolut angenehm – irgendwas zwischen 20 und 22 Grad. Nachmittags kaum Betrieb, manchmal war ich der einzige Schwimmer in der kleinen Bucht. Genau das, weswegen man früh fährt.

Ausflug: Pula

Pula ist von Fazana aus in gut 20 Minuten erreichbar – und es lohnt sich. Das römische Amphitheater mitten in der Stadt ist schlicht beeindruckend. Dazu der Augststempel am Forum, die Stadtmauern, die kleinen Gassen. Ich bin abends hingefahren, als die Tagesbesucher schon weg waren, und hab in Ruhe durch die Altstadt geschlendert.

Zweite Station: Medulin

Nach ein paar Tagen bin ich weitergefahren nach Medulin, rund 15 Kilometer südlich von Pula. Der Campingplatz dort liegt in einer geschützten Bucht, das Wasser ist flach und ruhig – ideal zum Schnorcheln und Abschalten.

Medulin selbst ist klein und entspannt. Ein paar Restaurants am Hafen, eine Eisdiele, Fischer am Morgen. Ich hab hier das Tempo komplett rausgenommen: spät aufstehen, kurzes Bad, Buch, Mittagsschläfchen, Abend im Ort.

Dachzelt-Fazit für Istrien

Istrien und Dachzelt passen hervorragend zusammen. Die meisten Plätze haben befestigte Stellflächen – kein Einsinken, keine Schieflage. Aufbau in unter zehn Minuten, abends in zwei Minuten im Bett. Im Mai knallt die Sonne mittags schon ordentlich auf das Zelt – ein schattiger Stellplatz unter den Pinien macht einen spürbaren Unterschied.

Tipps

  • Früh losfahren – von Sonthofen braucht man keine Übernachtung unterwegs, wenn man um 5–6 Uhr startet.
  • Pineta Camp vorab online reservieren, auch außerhalb der Hochsaison gut belegt.
  • Pula: Abends hinfahren, wenn die Touristenbusse weg sind.
  • Medulin ist ruhiger als Fazana – ideal zum echten Abschalten.

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